
»Wie groß ist doch die
Welt!«
|
|
.... sagten alle Jungen,
denn nun hatten sie freilich viel mehr Platz, als wie sie noch
drinnen im Ei lagen. »Glaubt ihr, daß dies die ganze
Welt ist?« sagte die Mutter; »die erstreckt sich noch
weit über die andere Seite des Gartens, gerade hinein in des
Pfarrers Feld; aber da bin ich noch nie gewesen!« – »Ihr
seid doch alle beisammen?« fuhr sie fort und stand auf. »Nein,
ich habe nicht alle; das größte Ei liegt noch da; wie
lange soll denn das dauern! Jetzt bin ich es bald überdrüssig!« und
so setzt sie sich wieder.
|
 |
An der Travepromenade
|
|
|
» Nun, wie geht es?« fragte eine alte Ente, welche
gekommen war, um ihr einen Besuch abzustatten. »Es währt
recht lange mit dem einen Ei!« sagte die Ente, die da saß;
es will nicht platzen; doch sieh nur die andern an; sind es nicht
die niedlichsten Entlein, die man je gesehen? Sie gleichen allesamt
ihrem Vater; der Bösewicht kommt nicht, mich zu besuchen.«
» Laß mich das Ei sehen, welches nicht platzen will!« sagte
die Alte. »Glaube mir, es ist ein Kalekuten-Ei! Ich bin auch
einmal so angeführt worden und hatte meine große Sorge
und Not mit den Jungen, denn ihnen ist bange vor dem Wasser! Ich
konnte sie nicht hineinbringen; ich rappte und schnappte, aber
es half nicht. Laß mich das Ei sehen! Ja, das ist ein Kalekuten-Ei!
Laß das liegen und lehre lieber die andern Kinder schwimmen.«
»Ich will doch noch ein bißchen darauf sitzen«,
sagte die Ente; »habe ich nun so lange gesessen, so kann
ich auch noch einige Tage sitzen. »Nach Belieben«,
sagte die alte Ente und ging von dannen.
Endlich platze das Ei. »Piep! piep!« sagte das Junge und kroch heraus.
Es war sehr groß und häßlich! |
| Das ganze Märchen "Das häßliche
junge Entlein" können sie lesen bei Spiegel-Online |